Von Blumenfeldern, Demokratien und Facebook

Am 12. März ging es zunächst um den Text Blumenfelder, der in der letzten Online-Sitzung zu bearbeiten gewesen war. Wir diskutierten in Gruppen über diesen Text und sprachen u.a. über folgende Punkte:

  • Wäre dieses “Selbstpflücksystem” auch hier möglich und warum (nicht)?
  • Gibt es überall Schwarzfahrer?
  • Haben Konzepte wie Pflichbewusstsein oder Gehorsam etwas mit Demokratie oder Diktatur zu tun?

Es zeugt von der Stärke dieser Gruppe, dass sie selbst bei eigentlich so wenig aufregenden Texten wie dem über Blumenpflücken zu so weltbewegenden Fragen kommen kann und die auch noch in der Gruppe ausdiskutieren kann! Fantastisch!


Danach widmeten wir uns bis zur Pause dem Thema der Sätze, die ganz ohne Subjekt auskommen können -ein doch ziemlich interessantes Phänomen:

Bei uns in der Gruppe wird über sehr interessante Themen diskutiert.
Es wird hier über sehr interessante Themen diskutiert.

Wunderschöne Passivsätze ohne Subjekt.


Nach der Pause ging es dann (wieder mal darum) uns auf die mündliche Prüfung anhand eines Textes über Facebook und seine Gefahren vorzubereiten.

Wir merkten aber ziemlich schnell, dass Facebook eigentlich schon veraltet ist – eine neue Prüfungsaufgabe sollte eher von Instagramm oder Snapshat handeln, aber nicht mehr von Facebook.

Sätze, die von Bedeutung für die Prüfung sein könnten, sind:

“Ich würde gerne mit euch über den Punkt 3 diskutieren”.
“Mich interessiert insbesondere der Punkt 3, über den ich jetzt gerne mit euch diskutieren würde.”
“Was haltet ihr von dem, was in Punkt 3 gesagt wird?”
“Was meine Erfahrung angheht, so kann ich sagenm, dass…”
“Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass…”

Von Fernsehinterviews und Dienstleistungen… die Stunde vom 26. Februar

In der Stunde ging es zunächst um die Fernsehinterviews, die ihr euch zu Hause ansehen solltet. Da dies nur zwei Leute gemacht hatten, mussten wir die Gruppe aufteilen: in einer Gruppe konnten sie sich bereits über ihre Videos austauschen, die andere Gruppe musste sich erst einmal ein Interview aus der zdf-Mediathek aussuchen und vorbereiten.

Das Thema Zeitmangel, Stress und Doppelbelastung, das dazu führt, dass wir nicht immer alles machen können, was wir eigentlich machen wollen, haben wir ja bereits angesprochen :(.

Wichtig ist, aufzupassen, nicht den Anschluss zu verlieren – am Bahnhof und im Deutschunterricht. Das sagt man tatsächlich so.

Nun aber zu den Videos: Sehr interessante Themen, über die wir dank eurer Videos sprechen konnten! Wie immer haben wir nicht nur Deutsch gelernt, sondern eine Menge andere Dinge. Oder wusstet ihr VOR unserer Stunde:

a) wie der letzte Nobelpresiträger hieß und warum er den Preis bekommen hat?
b) warum Mädchen (nicht Menschen! 🙂 und Jungen in verschiedenen Punkten im Fußball besser sind?
c) dass die Benachteiligung (von Frauen) allgegenwärtig ist – das ahnten wir vielleicht schon, oder?
d) dass es Selbsthilfevereine für einsame ältere Menschen gibt?
e) dass die Krimis, die in den 20er und 30er Jahren in Berlin spielem, in Deutschland gerade sehr in Mode sind? (Mein Tipp dazu: Die Bücher von Volker Kutscher über den Komissar Gereon Rath. Die sind fantastisch – und auch ins Spanische übersetzt ;).

Na seht ihr!

 

Nach der Pause ging es weiter mit einer neuen Lektion: der Lektion 10 (Thema Dienstleistungen). Wir lernten Wörter wie Schlüsseldienst, Nachhilfe, Lieferservice uns Hotel für Vierbeiner.

Außerdem erfuhren wir, was das Suffix -bar alles machen kann: machbar, waschbar, zählbar, sichtbar, erhitzbar…. und dass es da im Spanischen wohl nicht immer eine vergleichbare Ensprechung gibt: erhitzbar = calentable? Wohl eher nicht!

Diese Adjektive sind besonders typisch in der Werbesprache. Ich erlaube mir, den Werbespruch der Gruppe, die für uns dieses Thema vorbereitet hat, hier wiederzugeben – ein super Werbetext, ich glaube ich drücke im Laufe des Tages einmal diese Taste ;).

 

Fühlen Sie sich wie ein uralten Dinosaurier, wenn Sie etwas Online tun wollen oder müssen? Fühlen Sie sich auch allein und wollen Sie Online-Dating und Sie wissen kaum wie es funktioniert? Machen Sie sich keine Sorgen mehr ! Wir sind die Lösung für alle Ihren Problemen.

Wir sind eine kleine Firma, die rund um die Uhr erreichbare erstaunliche Informatiker anstellt und die mit Online-Dating streng verknüpft ist.

Drück jetzt die Taste der Liebe! Zögere es nicht mehr!   

              

19. Februar: Garfield und das Fliegen und viele Nomenverbgefüge

Wir waren am 19. Februar (fast) alle da: fantastisch! Über so eine große Anwesenheit freut sich natürlich der Lehrer ganz besonders!! (Ich hatte sogar zu wenig Kopien gemacht, das ist ja noch nie vorgekommen dieses Schuljahr).

In den letzten Wochen haben wir uns vor allem auf die Prüfung Anfang Juni vorbereitet – Probeprüfungen und Extra-Grammatik-Kopien. Am Dienstag abend ging es dann mal wieder um etwas anderes und zwar erst einmal um viele neue schöne Nomen-Verb-Verbindungen wie “im Irrtum sein” und “zur Verfügung stellen”, aber darüber wisst ihr jetzt ja bestens Bescheid ;).

Danach haben wir versucht, uns auf das Thema eines Examensaufsatzes einzustimmen, in dem es (mal wieder) ums Fliegen geht: “Eine Bekanntschaft am Flughafen” so der Titel. Wir haben dabei festgestellt, dass es keine spanische Übersetzung für das Wort “Bekanntschaft” gibt.

Eine Gruppe durfte sich einen Garfield-Zeichentrickfilm zum Thema “Bekanntschaft im Flugzeug” ansehen und die anderen zwei Gruppen sprachen über eigene Erfahrungen zum Thema….

Ein Tipp: oft ist es bei den Prüfungsaufsätzen, in denen man sich eine Geschichte ausdenken muss, besser, auf tatsächliche eigene Erfahrungen zurückzugreifen. Deutsch ist schon kompliziert genug und wenn ich mir dann auch noch etwas ganz fantastisches ausdenken muss, ist das manchmal zu viel.

Im Anschluss daran haben wir die Gruppen gemischt und uns jeweils berichtet, was wir gelernt und erfahren haben.

Wie immer kamen bei der Gruppenarbeit angeregte Unterhaltungen zustande – ein großen Glückwusch an die Gruppe von seiten der Lehrerin!

Und schon war unsere Stunde wieder zu Ende- allerdings haben wir in einer der Gruppenvorher noch einen historischen Ausflug in die Zeit vor der Wende von 1989 unternommen – aber das ist dann wieder eine ganz andere Geschichte!

 

Was Rotkäppchen mit der indirekten Rede zu tun hat… unsere Stunde vom 22. Januar

Wir begannen unsere Stunde mit einer Exkursion in Kindertage: Wer kennt nicht die Geschichte von Rotkäppchen und dem Wolf?? Sei es in deutscher, spanischer oder slowakischer Version ;). Die deutsche Version scheint ein bisschen brutaler, denn der Wolf verschlingt das Rotkäppchen mit Haut und Haaren, wohingegen in Spanien die Wölfe offensichtlich Großmütter nur in Schränke sperren.

Anhand der Geschichte und einem anschließenden Spiel zur indirekten Rede haben wir Verben wie klopfen und klingeln, nähen, pflücken, packen und schnarchen gelernt. Dazu Substantive wie Blumenstrauß.

Wir können jetzt sagen: “Rotkäppchen fragte den Wolf, warum er so große Ohren habe” und “Die Mutter forderte Rotkäppchen auf, dass sie zur Großmutter gehen solle, weil diese krank sei.”

Wir sehen, dass man in der indirekten Rede Konjunktiv I und II munter mischen kann, tatsächlich ist das das, was man dann in der geschriebenen Sprache, z.B. in Zeitungen, so findet.

Dann brauchten wir erst einmal eine Pause. Nach der Pause ging es mit einem ganz anderen Thema weiter, nämlich der Lektion 9 unseres Kursbuches, in der es um das Thema “Universität” geht.

Dazu lasen wir einen Text aus dem Buch zur Universität Bochum und sahen verschiedene Videos. Eines sprach über den nornmalen Tag eines Studenten an der technischen Universität Aachen, das andere über eine Studentin in Bochum.

http://www.dw.com/de/ein-tag-im-leben-eines-studenten/a-16973986

Interessante Stichworte in diesem Zusammenhängen wären: Das Ruhrgebiet, die Bildungskrise der 60er Jahre (und der damit verbundene Aufbau vieler neuen Universitäten an Standorten, die bisher nie eine Uni hatten), und Herbert Groenemeyer mit seinem Lied Bochum ;).


Tief im Westen
Wo die Sonne verstaubt
Ist es besser
Viel besser, als man glaubt
Tief im Westen
Du bist keine Schönheit
Vor Arbeit ganz grau
Du liebst dich ohne Schminke
Bist ‘ne ehrliche Haut
Leider total verbaut
Aber grade das macht dich aus
Du hast ‘n Pulsschlag aus Stahl
Man hört ihn laut in der Nacht
Du bist einfach zu bescheiden
Dein Grubengold
Hat uns wieder hochgeholt
Du Blume im Revier

Bochum, ich komm aus dir
Bochum, ich häng an dir
Glück auf, Bochum

Du bist keine Weltstadt
Auf deiner Königsallee
Finden keine Modenschauen statt
Hier, wo das Herz noch zählt
Nicht das große Geld
Wer wohnt schon in Düsseldorf

Wer rastet, der rostet… die Stunde vom 15. Januar

Am Dienstag waren wir nur zu fünft… schade!!

In der ersten Stunde haben wir uns ein weiteres Beispiel der mündlichen Prüfung angesehen und da wir immer noch in der Lektion 7 (“Beziehungen”) stecken, ging es auch in dieser mündlichen Prüfung um das Thema, konkret darum ob “Die Ehe noch im Trend ist oder bereits total altmodisch”.

Parallel dazu gab es eine kurze Nachhilfestunde im Konjunktiv I für diejenigen, die dieses spannende Thema letzte Stunde verpasst haben.

Wir haben gemerkt, dass uns so eine mündliche Prüfung ziemlich nervös machen kann – deshalb haben wir uns ein paar Strategien überlegt, wie wir damit umgehen können. a) Die unortodoxe: ein kleines Bierchen vor der Prüfung trinken 😉 und b) uns in diesem Fall gegenseitig zu helfen, z.B. indem wir kurz das Wort übernehmen, wenn wir merken, dass ein Mitschüler nicht weiterkommt und ihm damit eine kleine Pause verschaffen. Dann müssen wir ihm aber auch das Wort wieder aktiv übergeben – das nicht vergessen.

Ich denke Strategie b)  ist die bessere!

Außerdem ging es nach der Pause um das Thema “Ehe auf Zeit” und wir haben gelernt, dass es das im Iran bereits gibt. Dort kann man offensichtlich eine Ehe für eine halbe Stunde oder auch für 99 Jahre eingehen … sehr merkwürdig!

Hier das Video dazu:  https://www.youtube.com/watch?v=iF2TkCgQm6k

“Wer sich nicht trennen will, der kann zu einer Verlängerung der Ehe aktiv ja sagen”

“Wem das lebenslange Eheleben nicht gefällt, der könnte mit der Ehe auf Zeit glücklich werden”.

Diese neue Grammatik (nämlich generalisierende Relativpronomen) brachte uns auf ein ganz anderes Thema, das der Sprichwörter. Denn dort findet man diese Struktur sehr oft!

“Wer anderen eine Grube gräbt,  fällt selbst hinein!”

Zu einem anderen Sprichwort: “Wer A sagt, muss auch B sagen” meinte Bertolt Brecht übrigens folgendes:

In diesem Sinne bis nächsten Dienstag – ich hoffe dann wieder auf volle Besetzung 😉 !

Ach ja, und noch ein Sprichwort für Geschichtsbewusste:

 

Probe “Revista digital”

Das ist nur eine weitere Probe für den Kurs über Bloggs, den ich gerade mache… müsst ihr euch aber natürlich NICHT ansehen.

Es ist aber glaube ich jetzt die letzte Aufgabe dieses Kurses, so dass der Blogg dann aber ab nächster Woche wieder nur für unseren Kurs benutzt wird…

Es soll der Versuch sein, den Blogg in eine “Revista Digital” zu überführen, sie ist nicht öffentlich und kann nur über den Link selbst aufgerufen werden.

Fall ihr reinschaut (was ihr eigentlich ja nicht machen müsst!!), werdet ihr sehen, dass sie noch gar nicht fertig ist, ich habe das Format von der Plattform übernommen und nur die ersten Seiten sind über den Blogg, der Rest ist noch die Vorlage!

8. Januar: Unbekannte Länder und das Rätsel der indirekten Rede

 

In dieser ersten Stunde nach den Ferien ging es zunächst darum herauszufinden, was das Wort “Geographie-Idiot” bedeuten kann.

Dank des Schweizer Autors Peter Bichsel und seiner kurzen Geschichte vom Taxifahrar in New York erfuhren wir, was ein Geographie-Idiot ist – nämlich eigentlich jeder von uns, oder?

Ganz nebenbei erfuhren wir eine Menge interessanter Dinge über die Slowakei, diesmal dank unserer Mitschülerin aus diesem Land. Jetzt wissen wir beispielsweise wie die Hauptstadt heißt – nämlich Bratislava. Das habe ich peinlicherweise als Lehrerin auch nicht gewusst, ich habe sogar zuerst Brno gesagt – wirklich peinlich.

Aber eigentlich lag uns ja Bratislava allen auf der Zunge, oder? Wir sind nur nicht darauf gekommen so schnell. Außerdem wissen wir, dass in der Slowakei neben Slowakisch auch noch Ungarisch und die Sprache der Sinti und Roma gesprochen wird, um welche Sprache genau es sich da handelt, haben wir aber nicht herausgefunden.

Außerdem erfuhren wir den slowakischen Unterschied zwischen Staatsangehörigkeit und Nationalität- und dass ich den slowakischen Pass haben kann ohne Slowake zu sein.

Aber seit dieser Stunde wissen wir auch wie die Haupstadt von Neuseeland heißt und das dort die Filme von dem Herrn der Ringe gedreht wurden….

Aber das Schönste an der Stunde war eigentlich die Grammatik – nämlich die indirekte Rede. Was für ein Spaß :(.

Wir haben ein paar Übungen dazu gemacht, aber der Rest ist für zu Hause. Ein kleiner Trost: die indirekte Rede mit Konjunktiv (I oder II) werdet ihr aktiv kaum brauchen, es sei denn ihr möchtet iregendwann bei einer deutschen Zeitung arbeiten und Artikel veröffentlichen oder als Nachrichtensprecher im Deutschen Fernsehen auftreten.

Da das aber wohl kaum der Fall sein wird, werdet ihr den Konjunktiv I und II in der indirekten Rede nur passiv verstehen müssen, nämlich wenn ihr Texte lest.

Nach soviel Grammatik ging es am Ende der Stunde noch einmal ums Diskutieren und Sprechen. Thema war eine Reportage über die “Leihomas”: alte Damen, die in ihrer Freizeit sich um Kinder kümmern, die nicht ihre eigenen Enkel sind. Oft tun sie das uneigennützig, weil sie helfen möchten.

Es gab zwei Gruppen, die über Vor-und Nachteile der “Leihomas” diskutiert haben, aber die Diskussion war in den beiden  Gruppen sehr unterschiedlich lebhaft.

Mal sehen, ob wir in der nächsten Stunde ein Thema finden, dass uns alle interessiert…..

 

 

Beziehungen…Beziehungen….

Am 19. Dezember ging es um das spannende Thema der zwischenmenschlichen Beziehungen. Wir haben einen kurzen Film gesehen, in dem sich verschiedene sehr unterschiedliche Familien vorgestellt haben. Darunter gab es eine Familie mit einem gehbehinderten Vater, eine Familie mit zwei Müttern (gleichgeschlechtliche Partnerschaft) oder auch um eine Frau mit zwei Kindern, wobei sie eigentlich kaum über ihren Sohn sprach, sondern nur über ihre Tochter, was wir ein wenig seltsam fanden.

Wir haben gelernt, dass es Patchworkfamilien, Doppelverdienerfamilien oder allein erziehende Mütter gibt. Wir haben uns überlegt, welche Vor- und Nachteile diese verschiedenen Familienmodelle haben können.

Da Weihnachten vor der Tür steht, haben wir ein paar typische deutsche Weihnachtsspezialitäten probiert: Spekulatius und Lebkuchen. Lecker!!!Damit ging dann auch die Arbeit viel einfacher voran!

Nach der Pause hat sich eine Gruppe mit dem Thema der Fernbeziehungen (nicht Wochenendbeziehungen!) beschäftigt, die andere mit einer Radioreportage zum Thema Patchworkfamilien. Es gab wirklich jede Menge Stoff für eine angeregte Diskussion – zumindest mir wurde die Zeit überhaupt nicht lang!